Burnout-Syndrom der Fluch der Neuzeit

Veröffentlicht auf von Robert

Burnout-Syndrom der Fluch der Neuzeit

Das Burnout-Syndrom (Ausgebranntsein) ist ein Zustand indem Sie wegen hoher emotionaler Erschöpfung in Ihrer Leistungsfähigkeit behindert werden. Das Syndrom tritt am Ende einer Entwicklungslinie auf. Wenn jemand zum Beispiel einen neuen Berufs oder Bildungsweg einschlägt und diesen mit einer idealistischen Begeisterung antritt, doch am ende merkt das er mit seinem neuen Arbeitsplatz gar nicht klar kommt. Entweder ist es zu viel Arbeit oder es ist zu Stressig oder er fühlt sich einfach fehl am Platz und seiner Sache nicht mehr gewachsen. Personen mit dem Burnout- Syndrom haben aber oft viel zu verlieren (Kredit, Familie) und sind deshalb von ihrem Arbeitsplatz abhängig oder brauchen gar noch andere Einnahmequellen. Diese frustrierenden Erlebnisse führen unter anderem zu Depressionen, Aggressivität, Desillusionierung, psychosomatischen Erkrankungen, erhöhter Suchtgefährdung und Apathie. Als Krankheit ist das Burnout-Syndrom wissenschaftlich nicht angesehen. Es gilt im ICD-10(Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) als ein Problem der Lebensbewältigung.

Das Burnout-Syndrom ist also eine geistige, emotionale oder körperliche (oder alles zusammen) Erschöpfung deren Ursache berufliche oder private Überlastung bei der Lebensbewältigung ist. Stress ist meist der Auslöser weil dieser wegen der Erschöpfung und daher geringerer Belastbarkeit nicht mehr bewältigt werden kann.

Die Symptome des Burnout-Syndroms sind nach ICD zum einen die emotionale Erschöpfung bei welcher sich die betroffenen antriebsloß schwach, matt, oft müde und leicht reizbar fühlen. Zum anderen trifft oft die Depersonalisierung ein. Depersonalisierung ist eine Reaktion bei der sich die Betroffenen von ihren Mitarbeitern und/oder Klienten distanzieren um selbe nicht mehr an sich ran kommen zu lassen. Auf diese weise wird der Berufsalltag zu einer sachlichen und unpersönlichen Routine. Außerdem trifft bei den Betroffenen oft das Gefühl auf dass sie trotz Überlastung nicht genug geleistet haben oder ihre Leistung im Vergleich mit den steigenden Anforderungen sehr gering ist. Die Betroffenen fühlen sich demnach Ineffektiv oder Ineffizient.

Herbert Freudenberger und Gail North haben den Verlauf des Burnout-Syndroms in 12 Phasen unterteilt deren Reihenfolge aber nicht wie auf der unten stehenden Liste verlaufen muss.

1. Drang, sich selbst und anderen Personen etwas beweisen zu wollen

2. extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen erfüllen zu können

3. Überarbeitung mit Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte

4. Überspielen oder Übergehen innerer Probleme und Konflikte

5. Zweifel am eigenen Wertesystem sowie an ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden

6. Verleugnung entstehender Probleme, Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen

7. Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum

8. offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit

9. Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen Personen; das Leben verläuft zunehmend funktional und mechanistisch

10. innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen wie beispielsweise durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und andere Drogen

11. Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit

12. erste Gedanken an einen Suizid als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

MfG

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(Bildquelle: http://www.niekao-lernwelten.de/wp-content/uploads/12-Schritte-zum-Burn-Out.png)

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